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Home Staging

Home Staging in Ludwigshafen: Wirkung und Ablauf

Home Staging verkauft nicht die Wohnung, sondern die Vorstellung davon. Der praktische Grund: Menschen kaufen keine Quadratmeter, sondern ein Bild von ihrem künftigen Leben. Dieses Bild entsteht in den ersten Sekunden einer Besichtigung, und es entsteht nicht, solange in jedem Raum das Leben der Vorbesitzer steht. Staging räumt das weg, damit im Kopf des Käufers Platz entsteht.

Fremde müssen sich selbst in den Räumen sehen

Der erste Eindruck entsteht schneller, als jede Erklärung dauert. Wer eine Wohnung betritt, hat sein Urteil, bevor der Makler den ersten Satz beendet hat. Danach sucht der Kopf nur noch nach Bestätigung. Genau deshalb ist die Vorbereitung mehr wert als jede Beschreibung im Exposé.

Das größte Hindernis ist das Persönliche. Familienfotos, Urkunden, Sammlungen, die Jacke am Haken, die Zahnbürste im Bad: Jedes dieser Dinge sagt dem Besucher, dass hier jemand anderes wohnt. Er wird höflich, betrachtet die Wohnung wie ein Museum und geht wieder. Nehmen Sie das Persönliche weg, und der Raum wird eine Bühne, auf der sich jemand anderes sieht.

Das gilt auch für die Bilder, die Sie ins Netz stellen. Die meisten Interessenten entscheiden am Bildschirm, ob sie überhaupt kommen. Eine Wohnung, die auf den Fotos vollgestellt und dunkel wirkt, bekommt gar nicht erst die Besichtigung, bei der sie hätte überzeugen können. Staging findet deshalb vor dem Fototermin statt und nicht danach.

Weniger ist der ganze Trick

Der wirksamste Schritt kostet kein Geld: ausräumen. Ein halb leerer Schrank wirkt größer als ein voller, ein Raum mit wenigen Möbeln größer als einer mit vielen. Nehmen Sie heraus, was nicht gebraucht wird, und lagern Sie es aus. Nicht in den Keller, denn den sieht der Käufer auch.

Danach kommt das Licht. Ludwigshafen ist nach starker Zerstörung neu gebaut worden, und Bauten der Wiederaufbau-Jahrzehnte prägen einen großen Teil des Bestands: funktional geplante Grundrisse, sparsam geschnittene Räume, innenliegende Flure ohne Tageslicht. Solche Grundrisse leben von Licht. Putzen Sie die Fenster, nehmen Sie schwere Vorhänge ab, tauschen Sie dunkle Leuchtmittel gegen helle, und schalten Sie zur Besichtigung überall das Licht an, auch am Tag. Ein Spiegel gegenüber einem Fenster bringt Licht in einen Flur, in den nie welches kam.

Der dritte Punkt ist die Funktion. Jeder Raum braucht eine erkennbare Aufgabe. Ein Zimmer, in dem ein Heimtrainer, ein Schreibtisch und ein Gästebett stehen, ist für den Besucher nichts davon. Räumen Sie es leer und machen Sie ein Arbeitszimmer daraus. Und geben Sie Räumen zurück, was ihnen genommen wurde: Wo einmal ein Esstisch stand, sollte wieder einer stehen, auch wenn Sie dort seit Jahren am Sofa essen.

Es gibt eine Grenze, und die heißt Ehrlichkeit

Staging ist Inszenierung, und Inszenierung hat eine klare Grenze: Es darf nichts verdeckt werden. Ein Schrank vor dem feuchten Fleck, ein Teppich über der kaputten Diele, ein Bild über dem Riss: Das ist kein Staging, sondern das Verschweigen eines Mangels. Wenn es auffliegt, und es fliegt oft auf, haben Sie ein Problem, das größer ist als der Mangel je war. Bekannte Mängel gehören auf den Tisch, unabhängig davon, wie schön die Wohnung aussieht.

Der ehrlichere Weg ist ohnehin der wirksamere: Reparieren Sie die Kleinigkeiten, statt sie zu verstecken. Der klemmende Griff, der tropfende Hahn, die lose Fliese, die Tür, die schleift. Jedes dieser Details ist für sich nichts. Zusammen erzeugen sie den Eindruck, dass hier niemand nach dem Rechten gesehen hat, und dieser Eindruck kostet mehr als die Reparatur.

Rechnen Sie zuletzt nüchtern. Staging lohnt sich, wenn der Aufwand im Verhältnis zum Objekt steht. Für eine Wohnung, die ohnehin begehrt ist, reicht oft Ausräumen und Putzen. Für ein Objekt, das schwerer zu vermitteln ist, kann sich der gemietete Möbelsatz rechnen. Ludwigshafen liegt Mannheim direkt gegenüber, und wer hier sucht, vergleicht meist über den Fluss hinweg. Ihr Objekt steht also neben anderen, und der Unterschied entsteht auf den ersten Bildern.

Der Ablauf ist überschaubar. Am Anfang steht ein Termin in der Wohnung, bei dem jemand mit fremden Augen durchgeht und sagt, was auffällt. Daraus wird eine Liste: was raus muss, was repariert wird, was ersetzt oder ergänzt wird. Danach wird geräumt, gereinigt und hergerichtet, dann kommt der Fotograf, dann geht das Inserat online. Diese Reihenfolge ist der ganze Punkt. Wer sie umdreht und die Bilder vorher macht, kann später inszenieren, so viel er will.

Und bei einer bewohnten Wohnung gilt eine Einschränkung: Sie müssen darin weiterleben. Ein Staging, das jeden Morgen eine halbe Stunde Aufräumen verlangt, hält niemand durch. Suchen Sie deshalb eine Lösung, die auch an einem normalen Dienstag funktioniert, sonst sieht die dritte Besichtigung aus wie vorher.

Kurz gefasst

Räumen Sie das Persönliche weg, damit sich ein Fremder in den Räumen sehen kann. Ausräumen, Licht und eine klare Funktion je Raum wirken stärker als jede Dekoration. Und verdecken Sie nichts: Bekannte Mängel gehören genannt, nicht möbliert.

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