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Immobilie verkaufen in Ludwigshafen: Ablauf und Unterlagen

Ein Verkauf läuft so schnell, wie Ihre Unterlagen vollständig sind. Der praktische Grund: Kaufinteressenten mit Finanzierungsbedarf brauchen Papiere für die Bank, und die Bank wartet nicht, sie sagt ab. Wer alles beisammen hat, bevor das erste Inserat online geht, verkürzt den gesamten Ablauf um Wochen. Wer nachreicht, verliert Interessenten auf dem Weg.

Die Unterlagen entscheiden über das Tempo

Sammeln Sie zuerst, was das Objekt beschreibt, und zwar in belastbarer Form. Dazu gehören der Grundbuchauszug, ein Lageplan, Grundrisse, die Wohnflächenberechnung und die Angaben zur Bauweise. Bei einer Eigentumswohnung kommen die Teilungserklärung, die Abrechnungen und die Unterlagen der Verwaltung dazu. Bei einem Haus interessieren zusätzlich die Nachweise über das, was in den letzten Jahren gemacht wurde: Dach, Heizung, Fenster, Leitungen. Rechnungen von Handwerksbetrieben sind hier mehr wert als jede Beschreibung.

Vieles davon liegt bei Stellen, die Zeit brauchen. Beginnen Sie deshalb früh. Was fehlt, fällt spätestens auf, wenn ein Interessent es verlangt, und dann steht der Verkauf still. Ordnen Sie die Mappe so, dass ein Fremder sie versteht. Ein Käufer, der alles auf einmal bekommt, entscheidet schneller und verhandelt weniger, weil er weniger Unsicherheit einpreisen muss.

Prüfen Sie außerdem, ob im Grundbuch Rechte eingetragen sind, von denen Sie nichts wissen: ein Wegerecht, ein Wohnrecht, eine Grunddienstbarkeit. So etwas taucht sonst beim Notartermin auf, und das ist der schlechteste Moment dafür.

Der Preis entsteht am Markt, nicht am Wunsch

Ein Preis ist keine Meinung. Er ergibt sich daraus, was vergleichbare Objekte in vergleichbarer Lage erzielt haben, und daraus, was Ihr Objekt an Zustand mitbringt. Ludwigshafen liegt Mannheim direkt gegenüber am anderen Rheinufer, und für viele Menschen ist das eine Region und ein Alltag. Wer hier kauft, vergleicht deshalb oft über den Fluss hinweg. Das ist bei der Einschätzung mitzudenken.

Ein zu hoher Startpreis kostet Sie Geld, auch wenn das zunächst gegen die Intuition geht. Ein Angebot, das lange steht, wird für Suchende unattraktiv, weil sie einen Haken vermuten. Danach verkaufen Sie unter dem, was am Anfang möglich gewesen wäre. Ein Makler, der Ihnen die höchste Summe nennt, um den Auftrag zu bekommen, hilft Ihnen nicht. Fragen Sie stattdessen, wie die Einschätzung zustande kommt, und lassen Sie sich die Vergleichsobjekte zeigen.

Klären Sie beim Auftrag außerdem, was der Makler konkret tut: Fotos, Exposé, Inserate, Besichtigungen, Bonitätsprüfung der Interessenten, Begleitung bis zum Notar. Lassen Sie sich das schriftlich geben. Provision ist Verhandlungssache, Leistung sollte es nicht sein.

Die Bonitätsprüfung ist dabei der Punkt, der Ihnen am meisten Ärger erspart. Ein Interessent, der zusagt und dann keine Finanzierung bekommt, kostet Sie Wochen, und Sie beginnen von vorn, mit einem Objekt, das inzwischen länger am Markt ist. Ein Makler, der früh nach der Finanzierungsbestätigung fragt, ist deshalb nicht unhöflich, sondern macht seine Arbeit.

Fragen zum Grundstück klären Sie besser vorher

Für Käufer und deren Banken sind Fragen zum Grundstück selbst inzwischen Standard. Dazu gehört, was zum Untergrund bekannt ist. Wenn ein Grundstück früher anders genutzt wurde, ist das ein Thema, das jemand ansprechen wird. Sie kommen aus der Sache am besten heraus, indem Sie sie vorher klären: Ob zu Ihrem Grundstück Erkenntnisse über Bodenverhältnisse oder Altlasten vorliegen, sagt Ihnen die zuständige Stelle auf Anfrage. Fragen Sie dort nach, bevor ein Interessent fragt.

Der Grund ist einfach: Eine Auskunft in der Mappe beendet die Diskussion. Eine offene Frage in der Besichtigung eröffnet sie. Ähnlich verhält es sich mit der Lage am Fluss und dem Thema Wasser. Auch hier gilt: Auskunft einholen, in die Mappe legen, ruhig bleiben. Was Sie wissen und offenlegen, ist kein Problem. Was Sie verschweigen, kann eines werden, denn arglistiges Verschweigen bekannter Mängel bringt Sie in Schwierigkeiten, egal was im Vertrag steht.

Legen Sie deshalb offen, was Sie wissen, und dokumentieren Sie es. Das schützt Sie besser als jede Formulierung im Kaufvertrag.

Bereiten Sie das Objekt zusätzlich für die Besichtigung vor, ohne es zu verkleiden. Ein aufgeräumter Keller, ein gemähter Rasen, funktionierende Leuchten und ein Raum, der nicht vollgestellt ist: Das kostet ein Wochenende und wirkt auf jeden Interessenten. Reparieren Sie die Kleinigkeiten, die jeder sieht, den klemmenden Griff, die lose Fliese, den tropfenden Hahn. Wer solche Dinge stehen lässt, lädt jeden Besucher ein, sich zu fragen, was er sonst noch nicht sieht.

Kurz gefasst

Vollständige Unterlagen sind der stärkste Hebel für einen schnellen Verkauf, und sie brauchen Vorlauf. Setzen Sie den Preis nach Vergleichsobjekten an, nicht nach Wunsch, denn ein Ladenhüter verkauft am Ende schlechter. Und holen Sie Auskünfte zum Grundstück ein, bevor ein Interessent danach fragt.

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