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Rechtsanwalt in Ludwigshafen: Fachgebiet finden und Erstberatung

Suchen Sie nach Fachgebiet, nicht nach Entfernung. Der praktische Grund: Das Recht ist zu groß geworden, als dass jemand überall auf der Höhe sein könnte. Wer Ihren Fall regelmäßig bearbeitet, kennt die Argumente und die typischen Fallstricke schon, bevor Sie fertig erzählt haben. Wer ihn zum ersten Mal sieht, arbeitet sich ein, und diese Zeit steht am Ende auf Ihrer Rechnung.

Das Fachgebiet ist wichtiger als die Nähe

Ordnen Sie Ihren Fall zuerst grob ein. Geht es um Ihren Arbeitsplatz, um eine Kündigung oder um einen Vertrag mit dem Arbeitgeber. Geht es um Miete, um eine Nebenkostenabrechnung oder um eine Wohnung. Geht es um Familie und Trennung, um ein Erbe, um einen Verkehrsunfall, um eine Forderung oder um einen Strafvorwurf. Jede dieser Antworten führt in eine andere Kanzlei.

Eine erste Orientierung gibt der Fachanwaltstitel. Wer ihn führt, hat für dieses Gebiet zusätzliche Kenntnisse nachgewiesen und muss sich laufend fortbilden. Das ist keine Garantie und kein Ausschluss, denn auch ohne diesen Titel kann jemand seit Jahren nichts anderes tun. Es ist aber ein belastbarer Anhaltspunkt, und es ist mehr, als eine Internetseite über sich behauptet.

Die Nähe ist dagegen weniger wichtig, als viele denken. Vieles läuft schriftlich, telefonisch und digital, und ein Termin vor Ort ist nicht in jedem Fall nötig. Ludwigshafen und Mannheim liegen sich am Rhein gegenüber, und wer hier lebt, ist es ohnehin gewohnt, den Fluss für den Alltag zu queren. Suchen Sie also in der Region und nicht in der Straße. Und wenn Ihr Fall in eine Richtung geht, die selten ist, suchen Sie ruhig weiter weg. Ein Fachmann am anderen Ende ist besser als ein Allrounder um die Ecke.

Wer vorbereitet kommt, spart die teuerste Stunde

Ein Anwalt wird für Zeit bezahlt. Jede Minute, die jemand damit verbringt, Ihre Unterlagen zu sortieren und die Reihenfolge der Ereignisse zu rekonstruieren, ist Ihre Minute. Bereiten Sie deshalb vor, und zwar in dieser Form.

Schreiben Sie zuerst den Ablauf auf, nüchtern und in der richtigen Reihenfolge: Was ist wann passiert, wer war beteiligt, was wurde gesagt oder geschrieben. Eine Seite reicht meist. Legen Sie danach die Unterlagen dazu, sortiert nach Datum, und zwar vollständig: Verträge, Schreiben, Nachrichten, Belege, auch das, was gegen Sie spricht. Notieren Sie zuletzt Ihr Ziel. Wollen Sie Geld, wollen Sie Ruhe, wollen Sie recht behalten, wollen Sie eine schnelle Lösung. Das ist keine Nebensache, sondern die Frage, nach der sich die ganze Strategie richtet.

Und verschweigen Sie nichts. Ein Anwalt ist zur Verschwiegenheit verpflichtet, und er ist die eine Person in Ihrem Fall, der Sie alles sagen sollten. Wer die unangenehme Tatsache zurückhält, sorgt dafür, dass sie später von der Gegenseite kommt. Dann steht Ihr Anwalt damit im Termin, ohne sich vorbereitet zu haben, und das ist der Moment, in dem ein guter Fall verloren geht.

Im ersten Gespräch prüfen beide Seiten

Das Kennenlernen ist keine Einbahnstraße. Sie prüfen, ob Sie hier richtig sind, und die Kanzlei prüft, ob sie Ihren Fall übernehmen will. Klären Sie am Telefon, was das Gespräch kostet und wie lange es dauert, bevor Sie hingehen. Das ist üblich und niemand nimmt es krumm.

Achten Sie im Gespräch auf zwei Dinge. Erstens: Erklärt man Ihnen die Lage in Worten, die Sie verstehen. Wer Ihnen Paragraphen an den Kopf wirft und dabei nicht merkt, dass Sie aussteigen, wird auch später nicht auf Sie eingehen. Zweitens: Nennt man Ihnen die Risiken. Ein Anwalt, der Ihnen sagt, das werde schon, ohne die Schwachstellen Ihres Falls zu benennen, ist entweder unaufmerksam oder unehrlich. Beides brauchen Sie nicht.

Die beste Antwort, die Sie bekommen können, ist manchmal die unangenehme. Ein guter Anwalt sagt Ihnen auch, dass sich der Streit nicht lohnt, dass die Aussichten schlecht sind oder dass ein Vergleich für Sie besser wäre als ein Urteil in zwei Jahren. Wer Ihnen von einem Verfahren abrät, verzichtet auf ein Mandat. Genau daran erkennen Sie, dass er in Ihrem Interesse denkt.

Handeln Sie zuletzt zügig. Viele Ansprüche und viele Möglichkeiten hängen an Fristen, und manche davon sind kurz. Wenn Sie ein Schreiben bekommen, in dem ein Datum steht, ist das der Moment für den Anruf und nicht das Wochenende danach. Ein Anwalt kann viel reparieren. Eine verstrichene Frist gehört selten dazu.

Kurz gefasst

Ordnen Sie Ihren Fall einem Gebiet zu und suchen Sie danach, nicht nach der kürzesten Anfahrt. Kommen Sie mit einer Zeitleiste, sortierten Unterlagen und einem klaren Ziel, dann bezahlen Sie Beratung statt Sortierarbeit. Und trauen Sie dem, der Ihnen die Risiken nennt, mehr als dem, der Ihnen recht gibt.

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