Werbeagentur in Ludwigshafen: Leistungen und Zusammenarbeit
Ein gutes Ergebnis beginnt bei Ihrem Briefing, nicht bei der Kreativität der Agentur. Der praktische Grund: Eine Agentur kann nur so gut arbeiten, wie sie Ihr Geschäft versteht. Wer sagt, er brauche mal was Modernes, bekommt etwas Modernes und ärgert sich. Wer beschreibt, wen er erreichen will und was passieren soll, bekommt eine Antwort auf eine Frage, die er tatsächlich hat.
Das Briefing ist Ihre Arbeit, nicht die der Agentur
Nehmen Sie sich einen Nachmittag, bevor Sie den ersten Termin machen. Sie müssen keine Werbung entwerfen. Sie müssen nur Ihr eigenes Geschäft beschreiben, und zwar ehrlicher, als es auf Ihrer Internetseite steht.
Das gehört ins Briefing:
- Was Sie verkaufen und an wen, ganz konkret
- Was Sie erreichen wollen und woran Sie es messen würden
- Warum Kunden zu Ihnen kommen und nicht zu anderen
- Was bisher versucht wurde und was davon nicht funktioniert hat
- Wer bei Ihnen entscheidet und wer mitredet
- Welcher Rahmen zur Verfügung steht, in Geld und in Zeit
Der Punkt mit dem Rahmen wird gern verschwiegen, aus Sorge, die Agentur schöpfe ihn aus. Das ist ein Missverständnis. Ohne Rahmen bekommen Sie einen Vorschlag, der nicht bezahlbar ist, oder einen, der zu klein gedacht ist. Beides kostet eine Runde. Sagen Sie, was möglich ist, und lassen Sie sich sagen, was dafür geht.
Der wichtigste Punkt ist der vorletzte. Wenn erst nach dem dritten Entwurf jemand hinzukommt, der alles anders will, war die Arbeit umsonst. Klären Sie im eigenen Haus, wer entscheidet, bevor Sie jemanden beauftragen.
Fragen Sie nach Ergebnissen, nicht nach Auszeichnungen
Eine schöne Arbeit ist noch keine wirksame. Lassen Sie sich deshalb keine Bildergalerie zeigen, sondern Fälle: Was war die Aufgabe, was wurde gemacht, was ist danach passiert. Eine Agentur, die darauf antworten kann, denkt in Ihrem Interesse. Eine, die nur über Gestaltung redet, verkauft Ihnen Geschmack.
Fragen Sie außerdem nach Ihrer Branche und nach vergleichbaren Aufgaben. Ludwigshafen ist ein von Industrie geprägter Standort, und rundherum arbeiten viele Betriebe, die nicht an Endkunden verkaufen, sondern an andere Betriebe. Das ist eine eigene Disziplin: lange Entscheidungswege, mehrere Personen, die mitreden, ein Fachpublikum, das schnell merkt, wenn jemand keine Ahnung hat. Wer bisher nur Werbung für Endverbraucher gemacht hat, kann das lernen, wird es aber bei Ihnen lernen und auf Ihre Rechnung. Umgekehrt gilt dasselbe.
Und klären Sie, wer die Arbeit macht. Bei der Vorstellung sitzt oft die erfahrenste Person am Tisch. Danach arbeitet manchmal jemand anderes. Fragen Sie, wer Ihr Ansprechpartner im Alltag ist und wer tatsächlich am Werk sitzt. Das ist keine unhöfliche Frage, sondern eine übliche.
Prüfen Sie außerdem die Größe. Eine große Agentur hat mehr Fachleute und mehr Struktur, aber ein kleiner Kunde ist dort ein kleiner Kunde. Eine kleine Agentur gibt Ihnen mehr Aufmerksamkeit und stößt bei Spitzen an ihre Grenze. Keines von beidem ist besser. Entscheidend ist, ob Sie zu dem Haus passen, das Sie beauftragen, und das merken Sie im ersten Termin daran, wie viele Fragen man Ihnen stellt.
Die Zusammenarbeit scheitert an der Freigabe, nicht an der Idee
Der Alltag eines Projekts besteht aus Entwürfen, Rückmeldungen und Korrekturen. Genau dort geht es schief. Der häufigste Fehler sind Rückmeldungen, die aus Geschmack bestehen. Wer sagt, das gefalle ihm nicht, gibt der Agentur nichts, womit sie arbeiten kann. Sagen Sie stattdessen, welches Ziel das Element aus Ihrer Sicht verfehlt. Aus einer solchen Rückmeldung entsteht eine Lösung, aus einem Geschmacksurteil entsteht eine weitere Runde.
Sammeln Sie Rückmeldungen außerdem, statt sie einzeln zu schicken. Und schicken Sie eine Fassung, hinter der Ihr Haus steht. Wenn drei Personen widersprüchliche Anmerkungen schicken, gewinnt niemand, und die Agentur baut den Kompromiss, den keiner wollte. Bündeln Sie deshalb im eigenen Haus, bevor Sie antworten, auch wenn es einen Tag länger dauert.
Legen Sie zuletzt fest, wie viele Korrekturrunden im Preis enthalten sind und was danach passiert. Das schützt beide Seiten. Und klären Sie, wem die Ergebnisse gehören und wem die Zugänge gehören: die Internetseite, die Domain, die Konten in den Netzwerken, die Daten. Diese Frage stellt man am Anfang, wenn alle gut gelaunt sind. Am Ende einer Zusammenarbeit stellt man sie zu spät.
Kurz gefasst
Schreiben Sie ein ehrliches Briefing mit Ziel, Zielgruppe und Rahmen, und klären Sie vorher, wer bei Ihnen entscheidet. Lassen Sie sich Fälle mit Ergebnissen zeigen statt einer Bildergalerie. Und geben Sie Rückmeldungen entlang des Ziels, nicht entlang des Geschmacks.